Erneut mehr Wohnungseinbrüche in Deutschland!
21. April 2026
Das Bundeskriminalamt meldet seit 2021 Jahr für Jahr höhere Zahlen an Wohnungseinbrüchen bei rückläufiger Aufklärungsquote.
Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle in Deutschland ist laut Bundeskriminalamt im Jahr 2025 weiter angestiegen und erreicht mit insgesamt 82.920 registrierten Fällen den höchsten Stand der letzten Jahre. Nachdem während der Corona-Pandemie – insbesondere 2021 – ein deutlicher Rückgang auf rund 54.000 Fälle zu verzeichnen war, steigen die Zahlen seitdem kontinuierlich wieder an. Bereits 2023 und 2024 lagen die Werte wieder deutlich höher, und der Trend setzt sich nun fort. Dabei umfasst die Statistik sowohl vollendete Einbrüche als auch strafbare Versuche.
Parallel zu diesem Anstieg bleibt die Aufklärungsquote auf einem niedrigen Niveau und ist zuletzt sogar weiter gesunken. Im Jahr 2025 konnten lediglich 14,1 % der Fälle aufgeklärt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass in etwa sechs von sieben Fällen keine Täter ermittelt werden können. Trotz leicht schwankender Werte in den vergangenen Jahren bewegt sich die Aufklärungsquote insgesamt konstant im Bereich zwischen etwa 14 und 19 %, was die schwierige Ermittlungsarbeit in diesem Deliktsfeld unterstreicht.
Ein Blick auf die Tatverdächtigen zeigt ein klares Bild: Die große Mehrheit ist männlich, und der überwiegende Teil der Täter gehört zur Altersgruppe der Erwachsenen ab 21 Jahren. Jüngere Tatverdächtige – also Jugendliche und Heranwachsende – sind zwar vertreten, machen aber nur einen vergleichsweise kleinen Anteil aus. Kinder unter 14 Jahren spielen statistisch kaum eine Rolle.
Auffällig ist außerdem eine Besonderheit der polizeilichen Kriminalstatistik: Im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl werden keine Opfer im klassischen Sinne erfasst. Stattdessen konzentriert sich die Statistik ausschließlich auf die Anzahl der Fälle sowie auf die ermittelten Tatverdächtigen. Das bedeutet, dass die tatsächliche Betroffenheit von Personen – etwa psychische Belastungen oder materielle Schäden – in dieser Auswertung nicht abgebildet wird.
Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Die Einbruchszahlen steigen wieder, während die Aufklärungsquote vergleichsweise niedrig bleibt. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema Prävention zunehmend an Bedeutung, da die Wahrscheinlichkeit, einen Täter im Nachhinein zu ermitteln, relativ gering ist.
Quelle: BKA, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
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